Der Straßenbau-Handwerker kommt

- MINT unter unseren Füßen -

Von der ersten Straße bis zum Schulhof von morgen

Auf dem Schulweg werden Straßen, Gehwege und Schulhöfe jeden Tag benutzt - meist ohne darüber nachzudenken, wie viel Planung, Mathematik, Materialwissen und Handwerk darin steckt.

Der Straßenbauer kommt in die Schule und macht diese Alltagswelt für die Kinder und Jugendlichen sichtbar - und den eigenen Schulhof zum schnelle erreichbaren Forschungslabor.

Feldauftrag Schulhof

MINT ganz praktisch

Vom 3-4-5-Dreieck der Mathematik über dokumentierte Messwerte der Informatik und der Versickerung aus den Naturwissenschaften bis zum Bodenaufbau aus der Technikwelt. Hier lernen Schüler:innen ganz praktisch in ihrer bekannten Umwelt.

Schulhof-Labor

Die schuleigene Infrastruktur wird untersucht, gemessen, verglichen, ausgewertet und dokumentiert. Daraus entwickeln sich Fragen zu Ressourcen, Wiederverwendung, Hitze, Starkregen, Begrünung und klimaangepasster Gestaltung von Flächen.

Handwerk & Baukultur

Ein Bodenbelag kann tragen, führen, entwässern und trotzdem ästhetisch sein. Historische Pflasterflächen verbinden Materialkenntnis und handwerkliche Präzision. Die Schüler:innen entdecken, dass Flächen nicht nur nützlich, sondern auch Kunst sein können.

Eine Zeitreise

Frühere Flächen erfüllten die Anforderungen ihrer Zeit: tragfähig, sauber, robust und pflegeleicht. Diese Anforderungen bleiben. Heute kommen zusätzliche Anforderungen wie z.B.  Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität hinzu. 

Der Schulhof ist der schnellste Weg von der Theorie in die Wirklichkeit. Die Lernenden arbeiten an einem Ort, den sie jeden Tag nutzen - und können ihre Ergebnisse unmittelbar mit ihrem Alltag verbinden.

Was die Schüler:innen erleben

entdecken & erfassen

Was ist hier eigentlich gebaut? Oberflächen, Fugen, Rinnen, Abläufe, Boden und Nutzung werden bewusst wahrgenommen und differenziert betrachtet.

messen & erfassen

Längen, Flächen, Höhen, rechte Winkel und Gefälle bekommen einen konkreten Zweck. Messwerte werden kontrolliert und dokumentiert und bewertet.

verstehen & prüfen

Schichten, Wasserwege und Flächenbeschaffenheit zeigen: Unter einer einfachen Oberfläche steckt ein technisches System. Ist dieses System und dieser Zustand der Flächen noch zeitgemäß?

weiterdenken & gestalten

Was kann geändert werden? Ist die Aufenthaltsqualität gegeben und wie kann der Schulhof zukunftsorientiert gestaltet werden? Wie könnte eine Veränderung ressourcenschonend durchgeführt werden?

Das Konzept

Die Schule wählt Dauer, Altersstufe und Schwerpunkt.

EIN ROTER FADEN – DREI TIEFEN

Die Schule wählt Dauer und Schwerpunkt.

KOMPAKT · 1 TAG – DER STRASSENBAUER KOMMT
Ein Projekttag mit etwa sechs Unterrichtsstunden. Geschichte und Baukultur, Vermessung und Gefälle, Straßenquerschnitt und Infrastruktur sowie ein praktischer Blick auf den eigenen Schulhof werden miteinander verbunden.

Wasser, Hitze und Nutzung können dabei ebenso untersucht werden wie die Frage, wie ein Schulhof unter heutigen Anforderungen weiterentwickelt werden könnte.



VERTIEFT · 2 TAGE – DER SCHULHOF ALS MINT-LABOR
Am ersten Tag wird erfasst, gemessen und untersucht: Höhen, Wasserwege, Oberflächen, Hitze und Schatten.

Am zweiten Tag werden die eigenen Ergebnisse ausgewertet, gerechnet und weiterentwickelt. Materialkreisläufe und Klimaanpassung kommen hinzu. Als Ergebnis können Plan, Modell oder Präsentation entstehen.



PROJEKT · 3 TAGE – VOM RÖMERWEG ZUM SCHULHOF VON MORGEN
Tag 1 verbindet Geschichte, Technik, Vermessung und Baukultur. Tag 2 gehört der Untersuchung des eigenen Schulhofs. Am dritten Tag folgt die Zukunftswerkstatt mit einem eigenen Ergebnis.

Möglich sind beispielsweise ein Schulhofmodell, ein selbst gestaltetes Kieselsteinornament oder eine abschließende Präsentation bzw. kleine Ausstellung.

DIESELBE WELT – ANDERE FLUGHÖHE

Die Themen bleiben gleich. Sprache, Aufgaben, Werkzeuge und die Tiefe der Auswertung ändern sich mit dem Alter.

PRIMARSTUFE · KLASSEN 1–4
Staunen, anfassen, messen und bauen stehen im Vordergrund. Materialien werden gefühlt und verglichen, erste Strecken und Höhen gemessen, Wasserwege verfolgt und warme oder kühle Flächen untersucht.

Ein einfaches Straßenmodell, Muster und Symmetrien oder eine gemeinsame Schulhofkarte machen technische Zusammenhänge anschaulich.



SEKUNDARSTUFE I · KLASSEN 5–10
Hier wird genauer gemessen, gerechnet, geprüft und entschieden.

3-4-5-Absteckung und Pythagoras, Maßstab, Fläche, Volumen und Gefälle, Nivellement, Temperatur- und Versickerungsmessungen sowie Infrastruktur und Materialkreisläufe können in die Aufgaben einbezogen werden.

BERUFSORIENTIERUNG

Der Brückenschlag zur modernen Arbeitswelt.

Wer misst? Wer plant Höhen und Gefälle? Wer baut den Straßenaufbau? Wer setzt Pflaster? Wer kümmert sich um Wasser, Leitungen, Planung oder digitale Daten?

So begegnen die Schülerinnen und Schüler Tätigkeiten aus Vermessung, Straßen- und Tiefbau, Pflasterhandwerk, Bautechnik, Wasserwirtschaft, Planung, Landschaftsplanung und Geodaten über konkrete Aufgaben.

HANDWERKLICH-KÜNSTLERISCHE VERTIEFUNG

Straßen und Plätze müssen nicht nur funktionieren. Historische Pflasterflächen, römische Mosaike und die Freiburger Rheinkiesel zeigen, dass Handwerk, Geometrie, Material und Gestaltung seit Jahrhunderten zusammengehören.

In einem längeren Format können die Schülerinnen und Schüler selbst in die Rolle eines Steinsetzers schlüpfen: ein eigenes Muster entwickeln, geometrisch ordnen, geeignete Kiesel auswählen, das Muster übertragen, setzen und anschließend prüfen.

Als kleines Projekt kann so beispielsweise ein eigenes Kieselsteinornament von etwa 30 × 30 cm entstehen.

Dabei geht es Symmetrie, Maß, Materialauswahl, Fuge und handwerkliche Genauigkeit.

Vom Entwurf zum Musterstück: sehen – planen – setzen – prüfen.

MOBILE WERKSTATT

Der Projekttag soll ist ein Werkstatttag – nicht nur Vortrag. Deshalb bringe ich je nach Thema echte Materialien, Werkzeuge und Modelle mit.

• Pflaster- und Natursteine, Kies, Splitt, Sand und Recyclingmaterial
• Maßband, Messrad, Latte, Laser und Empfänger, Wasserwaage und Fluchtstäbe
• Modelle zum Straßenaufbau mit Oberfläche, Bettung, Tragschicht und Untergrund
• Modelle und Versuche zu Gefälle, Abfluss und Versickerung
• Messung und Vergleich von Oberflächentemperaturen
• Pflasterhammer, Gummihammer und Setzwerkzeug – passend zu Altersstufe und Sicherheitsrahmen
• bei Bedarf Luftbild, Tablet oder einfache digitale Kartengrundlage

WAS DIE SCHULE BEKOMMT

EINEN ECHTEN PRAXISZUGANG ZU MINT

Mathematik, Naturwissenschaft und Technik werden nicht abstrakt nebeneinander behandelt, sondern an einem Ort gebraucht, den alle Schülerinnen und Schüler kennen und täglich benutzen.

EIN SICHTBARES ERGEBNIS

Je nach Format entstehen beispielsweise Messblatt, Schulhofkarte, Straßenmodell, Materialpass, Zukunftsentwurf, Präsentation, Ausstellung oder ein eigenes Kieselstein-Werkstück.

EINE BRÜCKE ZUR SCHULHOFENTWICKLUNG

Das Programm kann auch am Anfang eines Beteiligungs- oder Umgestaltungsprozesses stehen.

Die Schülerinnen und Schüler lernen zunächst zu verstehen, warum eine Fläche so gebaut wurde. Anschließend untersuchen sie Flächen, Wasser, Gefälle, Temperatur, Schatten, Material und Nutzung. Auf dieser Grundlage können eigene Ideen entwickelt und begründet werden.

Verstehen → Untersuchen → Mitgestalten

Für die erste Abstimmung genügen zunächst Klassenstufe, Gruppengröße, gewünschte Dauer, gewünschter Schwerpunkt und möglichst ein Foto oder Lageplan des Schulhofs.

Fachlich aus Handwerk, Straßenbau & Bautechnik

Mein beruflicher Weg verbindet mehrere Perspektiven aus der Vermessungs- und Bauwelt.

Ich bin Vermessungstechniker, staatlich geprüfter Bautechniker der Fachrichtung Tiefbau, Straßenbauer, Steinsetzer und Mosaizist. Zu meiner beruflichen Praxis gehören Bauvermessung, Straßen- und Kanalbau, Naturstein- und Mosaikarbeiten sowie langjährige Erfahrung in Bauleitung und digitaler Bestandserfassung.

Gleichzeitig beschäftige ich mich mit historischem Handwerk und Baukultur: von traditionellen Pflastertechniken und Naturstein bis zu Mosaik und gestalteten Steinoberflächen. Diese Verbindung von handwerklicher Tradition und moderner Bautechnik gehört bewusst zum Programm.

Hinzu kommt praktische Erfahrung in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern. Mein Ziel ist deshalb kein Vortrag über Straßenbau, sondern ein Projekttag, bei dem Geschichte, Handwerk, MINT, Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit eigenem Tun kombiniert wird.

Vermessungstechniker · Bautechniker Tiefbau · Straßenbauer · Steinsetzer · Mosaizist · Baupraxis · pädagogische Projekterfahrung

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